Fenster beeinflussen Energie- und Heizkosten
Wenn es zieht, Räume kühl bleiben oder Schimmel entsteht, können alte Fenster dafür verantwortlich sein. Ob fehlende Isolierung oder Risse im Fensterrahmen – undichte Fenster treiben die Energiekosten in die Höhe. In unsanierten Häusern geht daher ein hoher Anteil der Energie über Fensterfläche, Dichtung und Rahmen verloren. Das macht sich nicht nur bei den Heizkosten bemerkbar, sondern schadet langfristig auch der Umwelt.
In der Schweiz ist rund ein Viertel der Treibhausgasemissionen auf Gebäude zurückzuführen. Eine Fenstersanierung kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten: Laut Studien lassen sich durch den Austausch alter Fenster (Einfachverglasung, Verbund-/Kastenfenster, unbeschichtetes Isolierglas) bis zu 60 Prozent der Heizkosten einsparen.
Ein typisches 150-Quadratmeter-Einfamilienhaus mit 50 Quadratmetern Glasfläche reduziert durch den Wechsel von Einfach- auf Dreifachverglasung den CO2-Ausstoss um 2,5 bis 3,8 Tonnen pro Jahr. Schweizweit könnten durch umfassende Gebäudesanierungen mehrere hunderttausend Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.
Wärmeverlust durch Fenster berechnen
Der Wärmeverlust durch Fenster lässt sich mit dem U-Wert berechnen. Der U-Wert steht für den Wärmedurchgangskoeffizienten und zeigt in der Einheit W/(m²K) den Wärmeschutz von Hausbestandteilen an. Je niedriger der U-Wert, desto niedriger der Wärmeverlust.
Zur optimalen Energieersparnis sollten Ihre Fenster höchstens einen U-Wert von 1,3 W/(m²K) aufweisen. Für neue Dachfenster gelten höchstens 1,4 W/(m²K). Standardmässig kommen in der Schweiz bei neuen Fenstern Zwei- und Dreifachverglasungen mit U-Werten ab 1,3 W/(m²K) oder niedriger zum Einsatz. Achten Sie daher beim Kauf neuer Fenster auf einen niedrigen U-Wert.
Diverse Studien weisen darauf hin, dass der Austausch alter Fenster durch Fenster mit Wärmeschutzverglasung schon bei Einfamilienhäusern mehrere Hundert Franken im Jahr einspart. Wie viel sich mit neuen Fenstern konkret sparen lässt, soll anhand dieses Beispiels deutlich werden:
- Altes Fenster mit Einfachglas, U-Wert 5,8 W/(m²K): 62 Liter jährlicher Mehrverbrauch an Heizöl. Bei einem Ölpreis von CHF 1,08 pro Liter (Juni 2024) sind das rund 67 CHF pro Fenster.
- Neues Fenster mit Dreifachverglasung, U-Wert 0,7 W/(m²K): 8,5 Liter jährlicher Mehrverbrauch an Heizöl. Rund CHF 10 pro Fenster. *
* Beispielrechnung auf Grundlage der Definition des U-Wertes als Energieverlust pro Quadratmeter Fensteroberfläche und pro Grad Differenz zwischen Innen- und Aussentemperatur.
Mit neuen Fenstern Energie sparen: 7 Tipps
Tipp 1: Alte oder undichte Fenster austauschen
Tipp 2: Mehr Tageslicht
- Klassische Dachfenster
- Attraktive Lichtlösungen
- Innenrollos, Hitzeschutz-Markisetten, Aussenrollläden
- Smarthome-Produkte
- Photovoltaik-Integration
Tipp 3: Raumklima optimieren, Bausubstanz schützen
Tipp 4: Wärmeverlust durch Sonnenschutzmassnahmen vorbeugen
Tipp 5: Homeoffice optimal heizen und belüften
Tipp 6: Aktuelle Wohnbedingungen prüfen und optimieren
Tipp 7: Energieberater und Fördermöglichkeiten
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- Indach, Aufdach oder Solarziegel: Kombinieren Sie Ihr VELUX Dachfenster mit den gängigen Photovoltaik-Systemen