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Was ist die Tageslichtnorm SN EN 17037?

Die Tageslichtnorm SN EN 17037 bildet den aktuellen Stand der Technik im Bereich „Tageslicht in Gebäuden“ ab. Die Schweizer Norm ist mit April 2019 in Kraft getreten.

Die neue Schweizer Norm SN EN 17037 befasst sich mit der Tageslichtversorgung, der Aussicht, dem direkten Lichteintrag und dem Schutz vor Blendung in Gebäuden. Sie gilt für alle Räume, die regelmäßig über längere Zeit von Menschen genutzt wird und ist die erste europaweite Norm, die sich ausschließlich mit der Tageslichtgestaltung und -versorgung in Gebäuden befasst. Mit der SN EN 17037 wird ein Flickenteppich an Normen der verschiedenen europäischen Staaten ersetzt bzw. eine Norm in Ländern etabliert, in denen bislang keine entsprechenden Standards vorhanden waren.

Da Tageslicht für viele photobiologische Abläufe im Körper verantwortlich ist, und sich somit auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit entscheidend auswirkt, ist die Planung mit Tageslicht für Gebäudeentwürfe bedeutend. Natürliches Licht sorgt für eine ausreichende Belichtung, sodass Nutzer ihren Tätigkeiten nachgehen können. Da bei seitlich einfallendem Tageslicht nur ein Bruchteil der verfügbaren Lichtmenge in den Raum gelangt, reicht der Tageslichteinfall häufig nicht bis in die tiefer gelegenen Bereiche. Um die erforderlichen Lux im Großteil des Innenraums zu erreichen, kann natürliche Belichtung über das Dach (Zenitlicht) eingesetzt werden. Eine ausreichende Tageslichtversorgung kann außerdem zur Einsparung von Energie beitragen. All diese Faktoren haben maßgeblich zur Entwicklung der SN 17037 geführt.


Tageslicht in Gebäuden

Tageslichtplanung

Jahrhundertelang diente das Tageslicht als primäre Lichtquelle in Innenräumen. Die Sonne spendet im Gebäudeinneren ein Licht einzigartiger Variabilität im Hinblick auf Intensität und Farbe. Die Besonderheit bei der Nutzung natürlichen Lichts ist dessen ständig wechselnder dynamischer Charakter infolge veränderlicher Wetterlagen. Diese Veränderungen üben grossen Einfluss auf das thermische und visuelle Umfeld des Menschen aus. Eine erfolgreiche Tageslichtplanung gehört daher mit zu den ersten Schritten beim Entwurf eines Gebäudes.

Europäische Tageslichtnorm EN 17037

Die neue europäische Tageslichtnorm ist 2019 in Kraft getreten. Diese basiert auf den Fakten, dass mindestens 300 lx zum Lösen der Sehaufgaben erforderlich sind und viele Abläufe in unserem Körper ab 300 lx einigermassen funktionieren. Daher ist man bewusst vom bis dato verwendeten Verhältnis Glasfläche: Fussbodenfläche abgewichen. Sie gilt für alle Räume, die regelmässig über längere Zeit von Menschen genutzt werden.

Der "VELUX Daylight Visualizer" ist ein Tool zur Animation und Analyse verschiedener Tageslichtsituationen, der dabei hilft, die Tageslichtnorm zu evaluieren. In unserem Video finden Sie ein Beispiel, wie diese Evaluation funktioniert.


VELUX Daylight Visualizer

Der "VELUX Daylight Visualizer" ist ein hochwertiges, planungsunterstützendes Werkzeug zur Animation und Analyse verschiedener Tageslichtsituationen innerhalb von Gebäuden. Es wurde konzipiert um Architekten bei der Planung mit dem Tageslicht zu unterstützen und dessen Nutzung in Räumen zu fördern. 

Mit Hilfe der Vorausberechnung und Dokumentation verschiedener Tageslichtwerte und deren Umsetzung innerhalb des Raumgefüges kann noch vor Gebäuderealisation die Wirkung des Tageslichts dokumentiert werden. 

Das einfache Handling sowie das anschauliche Design erleichtern die Anwendung des "VELUX Daylight Visualizer" für eine schnelle Umsetzung der eigenen Planungsidee. Hier finden Sie Tutorial-Videos.

Referenzen

Tageslichtplanung bedeutet keinesfalls das Bauen von Glashäusern sondern den strategischen Einsatz von Belichtungsöffnungen zur Raumbelichtung.

Fenster sollen daher

  • gezielt die Blickbeziehungen zum Aussenraum herstellen
  • die passiven solaren Gewinne maximieren, dabei aber die Sommertauglichkeit des Gebäudes gewährleisten
  • die Charakteristik des Hauses unterstreichen.
Die Herausforderung stellt immer die Belichtung der Raumtiefe dar. Hier hilft der gezielte Einsatz von „Licht von oben“ - also Dachfenster, Flachdach-Fenster, Oberlichten etc. Bei gleichmässig bedecktem Himmel ist die Beleuchtungsstärke - bei gleicher Grösse der Belichtungsöffnung - im Zenit 3 x heller als im Horizont.

Als „ideale“ Belichtung hat sich daher eine Kombination aus niedrig eingebauten Fenstern für den Ausblick mit hoch positionieren Elementen zur Belichtung in die Raumtiefe und Öffnungen in mehrere Himmelsrichtungen pro Raum erwiesen.