Flachdach erneuern – das sollten Sie beachten

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Froschperspektive auf ein Mehrfamilienhausdach mit Velux Konvex Flachdach-Fenstern | VELUX Magazin
Keine Dacheindeckung hält für die Ewigkeit. Hausbesitzer müssen sich früher oder später Gedanken über Massnahmen zur Sanierung und Ausbesserung ihres Flachdaches machen. Im Gegensatz zu Steildächern sind Flachdächer der Einwirkung durch die Elemente stärker ausgesetzt und es ist daher besonders wichtig, dass Sie Ihr Flachdach regelmässig überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen.

Wann wird eine Flachdachsanierung nötig?

Kleinere Schäden und undichte Stellen lassen sich bei Flachdächern oft ohne großen Aufwand selbst beheben. Nehmen die Mängel und Reparaturen zu, ist dies ein Hinweis darauf, dass die gesamte Struktur Ihres Daches veraltet ist.

Durch ständige Belastungen wie Hitze, Kälte und Feuchtigkeit wird das Material über die Jahre porös und rissig. Dann ist es sinnvoll, das gesamte Flachdach zu erneuern. Dies ist zwar teurer als einzelne Reparaturen, dafür erspart Ihnen eine umfassende Flachdachsanierung regelmässige Ausbesserungen.

Die Erneuerung Ihres Flachdaches ist ausserdem ein idealer Anlass, um dieses nach modernen Standards anzupassen. Dazu können die Installation von Abfluss- und Entwässerungssystemen oder die Verbesserung der Wärmedämmung zählen, ausserdem können Sie mit dem Einbau neuer Flachdach-Fenster für mehr Tageslicht und frische Luft in Ihrem Wohnraum sorgen.

Die Flachdachsanierung ist immer ein Job für den Profi – sämtliche tiefgreifenden Arbeiten an Ihrem Dach sollte immer ein erfahrener Dachhandwerker durchführen.

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Welche Materialien werden zum Abdichten verwendet?

Eine klassische und noch immer weit verbreitete Methode zur Flachdachabdichtung ist das Verlegen von Dachpappe als Bitumenbahnen. Dachdecker erhitzen die auf Stoss aneinander ausgelegten Bahnen mit einem Gasbrenner. Die dadurch entstehenden Schweissnähte machen die Dachfläche wasserundurchlässig. Damit kleinere Beschädigungen nicht sofort zu einem undichten Flachdach führen, werden insgesamt mindestens drei übereinanderliegende Bitumenbahnen verlegt.

Eine neuere Methode zur Dachabdichtung ist die Verwendung von EPDM-Folie aus synthetischem Kautschuk. Hier erfolgt die Verbindung der Ränder mit einem Spezialkleber und es ist nur eine einzige Materiallage nötig. Anschließend können Sie das Dach mit Kies auslegen oder begrünen.

Generell gilt beim Flachdach erneuern: Der Dachausstieg des Flachdaches muss bei der Flachdachsanierung sorgfältig mit eingeplant werden, damit Ihr Dach hier wasserdicht ist und die Dachkonstruktion nicht beeinträchtigt wird. Lassen Sie Ihr Flachdach daher immer von einem Profi erneuern.

Zur Abdichtung des Flachdachs werden häufig Bitumenbahnen verlegt und mit einem Gasbrenner erhitzt.

Die Dachentwässerung bei der Sanierung berücksichtigen

Die Grundlage für ein stabiles und sicheres Flachdach ist die korrekte Entwässerung. Regen- und Tauwasser müssen schnell und vollständig abfliessen können, da sie sonst das Dachmaterial durch Korrosion und Frostschäden angreifen. Entscheidend für den Erfolg der Dachentwässerung ist das Flachdach-Gefälle.

Flachdächer sind nie zu 100 Prozent flach, sondern weisen eine maximale Neigung von sieben Grad auf, damit sich kein Wasser auf dem Dach stauen kann. Da diese Dachneigung allein nicht zur Entwässerung reichen würde, kommen Entwässerungssysteme wie die Freigefälle-Entwässerung oder vorgefüllte Rohrleitungen zum Einsatz. Berücksichtigen Sie diesen wichtigen Faktor bei der Sanierung eines Flachdaches immer, da Sie mit einer besseren Entwässerung – an mehreren Stellen des Daches – die Lebensdauer massgeblich erhöhen können.


Ihr Flachdach isolieren und den Wärmeschutz verbessern

Im Falle einer Sanierung müssen Sie nicht nur an die Dichtigkeit und Langlebigkeit Ihres Flachdaches denken, sondern auch an die Wärmedämmung. Bei der Erneuerung des Flachdachs sind Sie nämlich verpflichtet, dieses energetisch den neuesten Standards anzupassen.

Eine Flachdachsanierung ist daher der ideale Zeitpunkt, um die Wärmedämmung zu verbessern. Dabei unterscheiden Dachdecker zwischen der Dämmung mit Umkehrdach, der belüfteten Dämmung (Kaltdach) oder der unbelüfteten Dämmung (Warmdach). In der Regel erfolgt die Isolierung des Flachdaches von innen. Der Dachart entsprechend werden die Dämmung und Dampfsperre auf die Tragkonstruktion verlegt.

Beachten Sie auch, dass für begehbare und nicht begehbare Flachdächer unterschiedliche Richtlinien gelten. Ob Schaumglas, Hartschaumplatten, Glaswolle oder extrudiertes Polystyrol – so unterschiedlich die Dämmmaterialien auch sein mögen, sie haben eines gemeinsam: Sie verbessern Ihre Energiebilanz. Das verbessert nicht nur den Komfort des Wohnraums, sondern Sie schliesslich sparen Energie und damit Kosten beim Heizen.

Bei der Flachdachsanierung ist die Dachdämmung besonders wichtig, da das Dach von der obersten Geschossdecke getragen wird.

Wichtige Massnahmen zur Instandhaltung Ihres Flachdaches

Um die Lebensdauer Ihres Flachdaches zu verlängern, sind Wartungen das A und O. Sofern Sie den Zustand des Daches regelmässig selbst überprüfen, können Sie dann kleinere Mängel selbst kostengünstig und schnell ausbessern. Die Flachdachreinigung ist daher ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Wartung. Die Reinigung des Flachdaches von Blättern und anderen Materialien vor Einbruch des Winters stellt beispielsweise sicher, dass sich Wasser nicht ansammeln kann. Würde dieses nämlich gefrieren, drohen oft schwere Frostschäden am Flachdach.

Auch eine Begutachtung zum Ende des Winters oder Sommers ist sinnvoll. So können Sie feststellen, ob die extremen Temperaturen das Material an einigen Stellen geschwächt oder beschädigt haben. Trauen Sie sich den Aufstieg auf das Flachdach nicht allein zu, können Sie natürlich auch einen Fachmann engagieren. Hauptsache, es wird regelmässig kontrolliert – so können Sie die Langlebigkeit Ihres Flachdachs steigern.

Die Dachwartung – eine Pflicht für jeden HausbesitzerDachwartung

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